VerBund e.V.












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Kopfweidenschnitt/ Anpflanzung von Kopfweiden

Kopfweiden in der Landschaft sind insgesamt selten geworden. Ihre unglaubliche Wuchskraft machten sich die Menschen bis vor wenigen Jahrzehnten zu Nutze. Man köpfte die jungen Stämme und erntete die entstehenden jungen Austriebe regelmäßig für Flechtarbeiten, Fachwerkbau oder als Brennholz.

Die Kopfweiden sind Zeugen einer alten Wirtschaftsform
unserer Heimat und haben heute eine große Bedeutung für den Naturschutz. Besonders alte Kopfweiden mit Faulstellen bieten zahlreichen Insekten Nahrung und Brutstätte. Wo die Larven von Bockkäfern und vielen Schmetterlingsarten leben, sind hungrige Vögel wie z.B. Spechte und Baumläufer nicht weit. Sie dienen auch den
Höhlenbrüter wie z.B. dem Steinkauz als Quartier sowie Fledermäusen und Hornissen.
Da die wirtschaftliche Nutzung nicht mehr gegeben ist, ist ein regelmäßiger Schnitt notwendig geworden. Sonst würden die Bäume auseinanderbrechen.

Der VerBund e.V. pflegt jedes Jahr mehrere Dutzend Kopfweiden und trägt mit dem Setzen von Stecklingen dazu bei, die Anzahl der Kopfweiden im NSG langfristig wieder zu erhöhen.

Das anfallende Astholz wird überwiegend als Brennholz zur Verfügung gestellt bzw. geschreddert und abgefahren.

Seit dem Jahr 2008 sind alle 746 Kopfweiden im Gebiet in einer Datenbank erfaßt. Diese beinhaltet Informationen zum Alter des Baumes und Angaben zum letzten Schnittzeitpunkt.



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Zurückdrängung der Hybrid-Pappeln

Im Naturschutzgebiet „Osternheuwiesen/In den Erlen“ gibt es viele Hybrid-Pappelreihen, die mittlerweile hiebsreif sind und zum Teil schon auseinanderbrechen. Bei der Hybrid-Pappel handelt es sich meist um sog. „Bastard-Schwarz-Pappeln“ (Populus x canadensis), die aus Kreuzungen der amerikanischen mit der einheimischen Schwarz-Pappel hervorgegangen sind. Sie wurde vor allem in den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts als schnell wachsende Baumarten in vielen Feldfluren angepflanzt, weil man sich von ihr einen schnellen und hohen Ertrag versprach.
Soweit diese Hybridpappeln auf Landesflächen stehen, sollen sie sukzessive entfernt und durch standorttypische Kopfbäume einheimischer Weiden- und Pappelarten ersetzt werden. Die hohen Pappeln bewirken nämlich, dass angrenzende Mager- und Feuchtwiesenflächen für Wiesenbrüter (insbesondere Großer Brachvogel, Kiebitz und Wiesenpieper) als Brutstandort nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Die meisten Wiesenbrüter zeigen ein ausgesprochenes Meideverhalten gegenüber sehr hohen Vertikalstrukturen (wie Baumreihen, Waldränder etc.), nicht zuletzt wegen des hiervon ausgehenden erhöhten Prädationsrisikos. Mit der Maßnahme kann die Fläche potenzieller Bruthabitate für Wiesenbrüter im NSG deutlich erhöht werden.

 



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Neuanlage von Kleingewässern

Im Laufe der Jahre wurden immer wieder neue Kleingewässer angelegt, um einen Lebensraum für z.B. Amphibien, Libellen und gewässertypische Pflanzengesellschaften zu schaffen.
Eine gleichmäßige Verteilung von Gewässern im NSG ist wichtig, um einen Biotopverbund zwischen den Feuchtlebensräumen herzustellen.
 
Sonstige Optimierungsmaßnahmen

Zu den sonstigen anfallenden Maßnahmen gehören u.a.:

- Neuanlage und Pflege von Blänken
- Optimierung von Fließgewässern (Abflachen von
Grabenufern, Wiederherstellen der Durchgängigkeit für
Fische usw.)
- die Erneuerung von Weidezäunen
- die Renovierung von Weideunterständen
- Mahd von nassen Streuwiesen im Spätsommer
- Anlage und Pflege von feuchten Hochstaudensäumen